KLARE KUBATUR. GERINGE GEBÄUDEHÖHE.

Entwurf

Das Rechenzentrum wird auf einer bereits als Gewerbefläche ausgewiesenen Fläche entstehen. Ziel ist eine möglichst verträgliche bauliche Lösung sowohl in Hinblick auf die Umgebung als auch auf die technische und energetische Nutzung.

GESTALTUNG & KUBATUR

Die Gebäudekubatur wird funktional und kompakt geplant – flache, breite Baukörper mit klarer Struktur.

Die Gebäudehöhe wird so niedrig wie möglich gehalten, um sich in die Umgebung einzufügen. Die genaue Höhe wird im Rahmen des iterativen Planungsprozesses erarbeitet, unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Anforderungen des Data Center Betreibers. 

  • Dank effizienter Planung konnten wir die ursprünglich geplante Höhe bereits um mehr als 30% reduzieren. Die Fassadenbegrünung trägt zusätzlich dazu bei, den Baukörper optisch zu gliedern und die wahrgenommene Höhe zu reduzieren.
  • Vergleichbare Logistikhallen, wie sie in der Region bereits vorhanden sind, haben oft Gebäudehöhen bis zu 20 m.
  • Die Architektur berücksichtigt Schallschutz, z. B. durch bauliche Trennung und gezielte Ausrichtung.
  • Eine neu angelegte Baumhecke entlang der Grundstücksgrenzen schafft einen wirksamen, natürlichen Sichtschutz und lässt das Gebäude optisch hinter dem Grün zurücktreten.

Die Entwurfshistorie

Von der ersten Konzeptionierung bis zum heutigen Stand

KONZEPTIONELLER ANSATZ

Erwägung von Nutzungskonzepten und Gestaltungsideen

Die Liegenschaft zwischen der K10 und der BAB39 befindet sich seit 2020 im Eigentum der REVITALIS. Von Beginn an haben wir diesen Standort umfassend betrachtet und unterschiedliche Konzepte für eine gewerbliche Nutzung entwickelt und geprüft – darunter Fachmarktzentren, Nahversorger- sowie Logistikkonzepte. Diese Entwürfe haben wir frühzeitig und kontinuierlich prozessbegleitend mit den Verantwortlichen diskutiert, um eine tragfähige Entwicklungsrichtung auszuloten.

Wesentlicher Gedanke aller Beteiligten:
Keine verkehrsbelastende Projektentwicklung an diesem Standort.

Darauf aufbauend haben wir intensiv nach einer entsprechenden Nutzung gesucht, die wirtschaftlich tragfähig, zugleich ortsverträglich und idealerweise mit breiten Vorteilen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde verbunden ist. Unser Fokus lag dabei auf einer nachhaltigen, zukunftsorientierten, verkehrsarmen und ökologisch sinnvollen Lösung. Der enge Austausch mit Politik und Verwaltung war dabei kein reiner Prüfprozess, sondern ein bewusst gestalteter Dialog, in dem Ideen gemeinsam weiterentwickelt und präzisiert werden. Unser Ziel war und ist es, hier ein Projekt zu realisieren, das ökonomische Stabilität mit hoher Ortsverträglichkeit und einem klaren Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger verbindet.

 

ERSTER ENTWURF RECHENZENTRUM

Vertikale Fassadengliederung, Gebäudehöhe 30m

Die Fachausschusssitzung für Digitalisierung und Umweltschutz am 12.06.2025 markierte für uns den Startpunkt, das Projekt erstmals den politischen Entscheidungsträgern der Gemeinde vorzustellen. In dieser Sitzung haben wir die Verwaltung der Gemeinde Seevetal gezielt in die Projektidee eingeführt, die grundsätzliche Funktionsweise eines Rechenzentrums erläutert und die konkreten Potenziale für die Region aufgezeigt. Mit der Vorstellung des ersten Entwurfs haben wir den Dialog über das städtebauliche Layout angestoßen und wertvolle Rückmeldungen für die nächste Planungsphase gewonnen.

Das Feedback der Gemeinde war klar und konstruktiv: Die Vorteile für die Region wurden anerkannt, offene Fragen für die weitere Vertiefung benannt und als konkreter gestalterischer Impuls die Reduzierung der Gebäudehöhe vorgeschlagen. Diesen Hinweis haben wir als verbindlichen Arbeitsauftrag in die weitere Entwurfsentwicklung übernommen.

ZWEITER ENTWURF

Reduzierung der Gebäudehöhe auf 20m

Das Feedback aus dem Fachausschuss der Gemeinde wurde von der REVITALIS aufgenommen und bestmöglich aufgearbeitet. So konnte am 01.10.2025 bei der Bürgerveranstaltung ein überarbeiteter Entwurf mit deutlich reduzierter Gebäudehöhe auf nunmehr 20m vorgestellt werden. Rückfragen zu Schall- und Brandschutz aus der Projektvorstellung bei der Gemeinde konnten fachlich geklärt und präsentiert werden.

Dank aktiver Äußerungen von Bedenken der Bürgerinnen und Bürger Maschens während der Veranstaltung wurde noch einmal deutlich, welche Optimierungen entscheidend sind. Insbesondere die Kubatur ist aktuell auf dem Prüfstand. Die vielen Vorteile, die bei dieser Entwicklung überwiegen, möchten wir noch klarer herausarbeiten und in einer nächsten Bürgerversammlung noch verständlicher erklären.

AKTUELLER PLANUNGSSTAND

Weiterentwicklung der Kubatur, Konkretisierung der Fernwärmetechnik

Aktuell entwickelt die REVITALIS das Konzept weiter. Das Feedback der Maschenerinnen und Maschener nehmen wir sehr ernst: Die als störend empfundene Kubatur wird derzeit überarbeitet. Zudem prüfen wir die Möglichkeit, Teile der Konstruktion unterirdisch anzuordnen und führen Gespräche, um die Option der Nah-/Fernwärme umzusetzen.

In den vergangenen Wochen kam es vereinzelt zu Irritationen aufgrund unvollständiger oder fehlerhaft wiedergegebener Informationen. Unser Ziel ist es daher, eine transparente und verlässliche Informationsgrundlage zu schaffen, die es allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich ein eigenes Bild vom Projekt zu machen.

Aus diesem Grund setzen wir auf den offenen Austausch mit Ihnen. Wir möchten hören, welche Fragen und Anregungen Sie haben, und wie wir den aktuellen Entwurf weiter verbessern können. Eine Projektentwicklung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie die Interessen der Gemeinde, der Region und der Menschen vor Ort berücksichtigt.

Unser Anspruch ist es, ein Konzept zu entwickeln, von dem langfristig alle Beteiligten profitieren.

Thies May

Thies May

Projektleiter Rechenzentrum Seevetal, REVITALIS

Thies May ist Bauingenieur. Er betreut das Projekt Rechenzentrum Seevetal für die REVITALIS. Als Rönneburger kennt er die Region, und als Geschäftsführer einer Energieberatung weiß er um die Bedeutung nachhaltiger Lösungen.

Lassen Sie uns über das Projekt sprechen.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

„Viele Menschen in Seevetal stehen vor der Frage, wie sie ihre Häuser künftig bezahlbar und klimafreundlich beheizen können. Wir erleben diese Herausforderung tagtäglich in der Energieberatung. Genau deshalb sehen wir in der aktuellen Entwicklung eine große Chance: Wenn wir gemeinsam handeln, können wir einen zuverlässigen, grundlastfähigen Wärmeerzeuger aufbauen, der nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Ortsteile nachhaltig entlastet und langfristig CO₂ reduziert. Diese Perspektive motiviert uns. Sie zeigt, dass Klimaschutz nicht auf Kosten des Einzelnen stattfinden muss.“