WAS HIER ENTSTEHT – UND WARUM

Die Projektidee

Die fortschreitende Digitalisierung verändert Wirtschaft, Forschung und Alltag grundlegend. Damit sie funktioniert, braucht es leistungsfähige Rechenzentren, idealerweise lokal, in Deutschland. Genau das entsteht hier: ein Rechenzentrum, das einen Beitrag zur digitalen Zukunft leistet und die Region stärkt.

Das Projekt nutzt eine bereits ausgewiesene Gewerbefläche, vermeidet zusätzliche Verkehrsbelastung und setzt auf nachhaltige Lösungen wie die Nutzung von Abwärme. So entsteht ein Standort, der digitale Infrastruktur, regionale Wertschöpfung und ökologische Verantwortung vereint.

NUTZUNG

Rechenzentrum mit modularer Gebäudestruktur

FLÄCHE

37.300 Grundstück, ca. 45.500 IT-Nutzfläche

GEBÄUDEHÖHE

Flache Bauweise: drei Geschosse mit je ca. 6,5 m

VERKEHR

Keine zusätzliche Belastung der Ortsmitte

WÄRME

Nutzung der Abwärme zur Versorgung umliegender Gebäude (Nah- und Fernwärme)

ARBEITSPLÄTZE

40-60 direkte Stellen und zahlreiche indirekte Beschäftigungsmöglichkeiten

STANDORT

Horster Landstraße / Winsener Landstraße, direkt an der A39

VORHABENTRÄGER

REVITALIS
Hamburg

Warum entsteht hier ein Rechenzentrum?

Seit 2020 ist die REVITALIS  im Besitz mehrerer Liegenschaften in Seevetal. Insgesamt erstreckt sich das Areal um die Winsener Straße über ca. 106.000 m² und wurde seinerzeit zusammen erworben. Das nördliche Grundstück bemisst knapp 69.000 m² , das südliche Grundstück knapp 37.000 m². Das südliche Areal ist als Gewerbegebiet ausgewiesen, und erste Planungen sahen auf dem Grundstück ein Fachmarktzentrum vor. Dieses sollte zur Versorgung des ursprünglich geplanten Wohnquartiers auf dem nördlichen Grundstück dienen. Auch Logistik wäre grundsätzlich laut Flächennutzungsplan eine mögliche Alternative. Aber aufgrund der Verkehrssituation haben sich Projektentwickler und Planer im Sinne der Seevetaler Anwohner intensiv Gedanken gemacht, um eine baulich möglichst verträgliche und wirtschaftlich attraktive Nutzung zu realisieren. Ein Rechenzentrum bietet genau diese Kombination: minimale Verkehrsströme, hohe regionale Wertschöpfung und die Bereitstellung dringend benötigter digitaler Infrastruktur.

 

Deutschland benötigt Rechenzentren:

Seit 2010 hat sich die benötigte Rechenleistung aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebens-, Wirtschafts- und Forschungsbereiche verzehnfacht, was die zentrale Rolle von Rechenzentren für die hochverfügbare Bereitstellung digitaler Dienste und die Wahrung der digitalen Souveränität Deutschlands unterstreicht.
Anna Klaft
Vorstandsvorsitzende der German Datacenter Association

Der konsequente Ausbau von Rechenzentren ist eine Schlüsselvoraussetzung für die digitale Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft Deutschlands im globalen Technologiewettbewerb.

Ein Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zum Thema „Stand und Entwicklung des Rechenzentrumsstandorts Deutschland“

Rechenzentrum / Datacenter

Hintergrundinformation

Ein Rechenzentrum, oder auch Datacenter, ist eine hochmoderne, flächige IT-Infrastrukturanlage, die für den Betrieb tausender Server ausgelegt ist. Dies ist nicht nur gut für die digitale Infrastruktur, sondern schafft auch Arbeitsplätze und fördert die lokale Wirtschaft. Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen in der Region profitieren von schnelleren, zuverlässigeren digitalen Diensten.

Rechenzentren umfassen typischerweise modulare Gebäudekomplexe mit jeweils redundanter Strom- und Kühltechnik. Ein 60 MW-Rechenzentrum beansprucht oft 30.000 bis 50.000 Quadratmeter Fläche für Gebäude und  Infrastruktur.

Die Energieversorgung erfolgt über eigene Umspannwerke, Notstromaggregate und Batteriespeicher. Auf dem Dach oder angrenzenden Flächen befinden sich Wärmepumpen oder Kühltürme. Durch den Betrieb rund um die Uhr und die hohen Abwärmemengen verfügt ein Rechenzentrum über die Grundlastfähigkeit zur Bereitstellung von Nah-/ Fernwärme.

Die Gebäudearchitektur orientiert sich an der Funktion: flache, breite Einzelgebäude mit strukturierter Verkabelung, Zugangskontrollen, Brandschutzanlagen und Klimaregelung. Nachhaltige Anlagen setzen auf Abwärmenutzung, Gründächer, Regenwassermanagement und Ökostrom.